Brandt MdB und Schmitz MdL: Von der Baumschule in unsere Wohnzimmer: Besichtigung einer Baumschule
Herzogenrath-Merkstein. Am Ortausgang in Merkstein steht weit sichtbar der größte Weihnachtsmann der Region. Aufgestellt haben ihn vor vielen Jahren Vater Johannes und Sohn Markus Minis. Denn er lockt zu einem umfangreichen Angebot an den unterschiedlichsten Weihnachtsbäumen der Baumschule Minis: von der traditionellen Fichte zu geschlagenen Nordmanntanne und vielen Varianten in Töpfen oder in handlichen Ballen.
In der Adventszeit hatte die Baumschule Minis besonderen Besuch. Die heimischen Abgeordneten Helmut Brandt (Bundestag) und Hendrik Schmitz (Landtag) wollten aus erster Hand erfahren, welche Kulturverfahren und wie viel landwirtschaftliches Können es braucht, bevor ein stattlicher Weihnachtsbaum in unserem Wohnzimmer besinnliche Stimmung verbreiten kann. Begleitet werden die beiden CDU-Politiker von dabei von Eva Kähler-Theuerkauf, (Verbandspräsidentin des Landesverbands Gartenbau Rheinland e.V.), Bernd Hallen (stellv. Vorsitzender des Verbandes Rheinischer Baumschulen), Günter Bayer (Verbandsdirektor des Landesverbands Gartenbau Rheinland e.V.) sowie Lutz Fischer (Referent für Ausbildung und Pressereferent).
Johannes Minis, der den Familienbetrieb 1981 gründete, erzählt: „Unsere Weihnachtsbäume werden zum Teil mit Wurzeln verkauft. Denn die Bäume sind zum Weiterwachsen gedacht.“ Dadurch wird Nachhaltigkeit garantiert, die Bäume sollen eben nicht nur eine Weihnachtszeit lang erfreuen, sondern im heimischen Garten viele Jahre lang Freude verbreiten. Diese Qualität der Weihnachtsbäume hat sich auch grenzüberschreitend herumgesprochen. Viele Kunden, berichtet Markus Minis, kämen aus den Niederlanden, sie schätzten die hervorragende Qualität. Beide Unternehmer betonen dabei, dass man sich nur mit besonderer Qualität langfristig am Markt behaupten könne. Denn Preisdruck durch den globalisierten Markt sei eine große Gefahr für die ortsansässigen Anbieter. „Für die heimischen Baumschulen ist der regionale und euregionale Markt entscheidend“, sagt dazu Helmut Brandt, Bundestagsabgeordneter für die StädteRegion, „In der Gesellschaft müssen wir viel stärker das Bewusstsein für qualitativ hochwertige Produkte stärken gegen die ‚Geiz-ist-geil’-Mentalität.“
Seit 2007 führt Meister Markus Minis den Familienbetrieb in zweiter Generation. Von der Landwirtschaftskammer sind sie seit über drei Jahrzehnten als Ausbildungsbetrieb anerkannt. Die beiden Abgeordneten Brandt und Schmitz interessierte besonders, wie viele Auszubildende die Baumschule in den letzten Jahren aufgenommen und zum Gärtner mit Fachrichtung Baumschule ausgebildet hatte. Sage und schreibe 33 Azubis, erklären Vater und Sohn Minis nicht ohne Stolz, einige wurden sogar bis zur Meisterprüfung geführt. Hendrik Schmitz, Landtagsabgeordneter für Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath und Würselen, freut dieses Engagement: „Der Gartenbau ist ein starker und wichtiger Wirtschaftszweig und dazu noch ein attraktiver Ausbildungsbereich in NRW. Und die Baumschule Minis ein herausragendes Beispiel dafür, jungen Menschen eine berufliche Zukunft zu geben.“ Drei Jahre dauert die Ausbildung zum Gärtner mit Fachrichtung Baumschule. Dazu gehört natürlich nicht nur die Aufzucht von Weihnachtsbäumen. Über tausend verschiedene Pflanzenarten hat die Baumschule Minis im Angebot: Allee- und Obstbäume, Ziersträucher, Bodendecker und Fertigrasen, Kletter-, Hecken- und Formpflanzen. Einmal die Woche geht es mit einem vollen LKW zur Handelsbörse. Denn die Baumschulen im Rheinland haben eine eigene Handelsbörse. Das bedeutet, untereinander kaufen die Gärtner und verkaufen ihre Pflanzen, um immer ein möglichst breites und anspruchsvolles Sortiment führen zu können.