Loading…

Hendrik Schmitz und CDU Gesundheitsexperte Jens Spahn besuchen Bardenberger Krankenhaus

22Die alternde Gesellschaft, der sogenannte demographische Wandel, stellt auch die medizinische Infrastruktur in ländlichen Gebieten vor große Herausforderungen. Der Ärzteschaft, die insbesondere auf dem Land Nachwuchsprobleme hat, steht eine große Gruppe immer älter werdender Patienten gegenüber.

Um sich über die Situation in seinem Wahlkreis aus erster Hand zu informieren, besuchte Landtagskandidat Hendrik Schmitz den Betriebsteil Bardenberg des Medizinischen Zentrum der StädteRegion Aachen in Würselen.

Begleitet wurde er dabei vom CDU-Gesundheitsexperten Jens Spahn aus Borken. Dass Bardenberg alles andere als rückständig ist und sich für die zukünftigen Herausforderungen rüstet, zeigt sich in dem 40-Millionen-Euro Neubau-Projekt, das dort entsteht. Auch medizinisch sei man gut aufgestellt, sagte der Ärztliche Direktor, Prof. Dr. med. C.M. Kosinski, denn nicht zuletzt besitze das Krankenhaus eine der größten Abteilungen für Schlaganfall-Patienten in Deutschland und behandele jährlich an die 1400 Fälle.

"Wenn ich in zehn Jahren wieder zu ihnen komme, spreche ich vermutlich mit einer Frau," scherzte der CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn. Thema war neben der Strukturentwicklung auf dem Land auch die Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt für junge Ärzte. So würden besonders Frauen in Zukunft immer mehr in diese Berufe drängen und dort auch Führungspositionen übernehmen, betonte Spahn. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bekäme dann auch für Krankenhäuser eine wichtige Bedeutung.

Ein weiteres Problem: Bei vielen angehenden Ärzten gelten kleinere Krankenhäuser immer noch als unmodern und rückständig und dadurch als wenig attraktiv. Eine Sachlage, die auf das Klinikum Bardenberg in keiner Weise zutrifft. Davon konnten sich Schmitz und Spahn bei dem Rundgang überzeugen. "Medizinstudenten sollten dazu ermutigt werden, im Rahmen ihres Studiums an die Landkrankenhäuser zu gehen, um zu sehen, dass man auch hier einiges bewegen kann", so Spahn.

23Trotzdem steht man insgesamt in NRW vor einem schmerzhaften aber nötigen Schrumpfungsprozess. Viele andere Kliniken wären nicht so weit wie Bardenberg. Der Geschäftsführer des Medizinischen Zentrums der StädteRegion Aachen, René A. Bostelaar, forderte einen Masterplan 2020. Sonst würde man in diesen Punkten wertvolle Zeit verlieren. Auch das Land müsse dabei in die Pflicht genommen werden. Ein Klinikverbund für die Region sei dabei sinnvoll.

Die Grenzlage verschafft dem Klinikum in Bardenberg eine ganz besondere Möglichkeit. Viele Niederländer nutzen die Nähe ihres Heimatortes, um sich in Bardenberg behandeln zu lassen. "Hier bieten sich jede Menge Möglichkeiten für sinnvolle Kooperationen mit den niederländischen Kollegen, die sollte man nutzen. Die Politik ist aufgefordert, diese Zusammenarbeit zu erleichtern. Dafür werde ich mich einsetzen", sagte Schmitz.

Hendrik Schmitz TV

 

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.